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    Sonntag, 10.11.2013, 16.00 Uhr

    Gemeindesaal der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Albani,
    Albanikirchhof 1 A, Göttingen

     

    Die Entwicklung des Zionismus
    und seine Bedeutung
    für die aktuelle Politik des Staates Israel

     

    Der Staat Israel wäre ohne die Idee und die weltanschaulichen Motive des Zionismus nicht denkbar. Aus einer Idee des 19. Jahrhunderts entstand eine Bewegung mit vielfältigen ideologischen und gesellschaftlichen Vorstellungen, mit einer Reaktion auf den Antisemitismus und mit konkreten Plänen zur Umsetzung und Gestaltung eines jüdischen Gemeinwesens. Die Shoah und der arabisch-israelische Konflikt wurden zum Wendepunkt für das zionistische Projekt. Unter ganz neuen Voraussetzungen galt es jetzt einen Staat zu gründen und das Überleben zu sichern. Vertreter verschiedener zionistischer Strömungen haben sehr unterschiedliche Positionen gegenüber dem Konflikt mit der arabischen Bevölkerung eingenommen. Insgesamt bleibt aber der identitätsstiftende Charakter des Zionismus für den Staat Israel heute und damit die Frage nach dem Einfluss des Zionismus auf mögliche Konfliktlösungen und Friedensgestaltungen im Nahen Osten.

     

    Prof. Gideon Greif

    Unser Referent ist Prof. Dr. Gideon Greif. Prof. Greif ist Historiker und Spezialist für die Erforschung des Holocaust und dessen didaktischer Vermittlung. Insbesondere hat sich Gideon Greif auf die Erforschung des "Sonderkommandos" von Auschwitz-Birkenau spezialisiert. Seit 2011 arbeitet Gideon Greif als Professor für israelische und jüdische Geschichte am Schusterman Center für jüdische Studien an der Universität von Texas, Austin, USA