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    Dienstag, 12. November 2013, 19.30 Uhr
    Gemeindesaal der Evangelisch-reformierten Gemeinde,
    Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen

     

    „Solidarisch?
    Auch unsere Waffen töten“

     

    Paul Russmann, Geschäftsführer der Initiative "Ohne Rüstung leben", argumentiert: "Gewissenlos handelt der, der Chemikalien an einen Diktator liefert, die auch zur Herstellung von Chemiewaffen geeignet sind. Und dann davon ausgeht, dass diese Chemikalien nur zivil verwendet werden." Kritisch setzt er sich mit den aktuellen Entwicklungen im Waffenhandel auseinander. Die Grenze zwischen zivilen Gütern und Rüstungsgütern ist oft nicht so klar zu ziehen. Wie geht unsere Politik und unsere Wirtschaft mit diesem Problem um? Was hindert Deutschlands Bürger und Verantwortliche daran deutlich gegen autoritäre Regime und ihre Militärs zu handeln. Am Beispiel des Nahen Osten werden die Folgen des Waffenhandels für die Menschen illustriert.

    Paul Russmann ist Geschäftsführer der Ökumenischen Aktion „Ohne Rüstung Leben“. Ihre Gründung geht zurück auf den Appell der Weltkirchenkonferenz 1975 in Nairobi: „Die Kirche sollte ihre Bereitschaft betonen, ohne den Schutz von Waffen zu leben und bedeutsame Initiativen zu ergreifen, um auf eine wirksame Abrüstung zu drängen.“ Im März 2011 erhielt "Ohne Rüstung Leben" gemeinsam mit der "Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung" (GKE Fachgruppe Rüstungsexporte) den Göttinger Friedenspreis 2011.