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    Freitag, 24.01.2014, 19:30 Uhr
    Gemeindesaal der St. Johannis Kirchengemeinde Göttingen, Johanniskirchhof 2

    Luther's Denken und
    die hannoversche Landeskirche im 3. Reich:

    Die hannoversche Landeskirche zählte in der Auseinandersetzung des NS-Staates mit den protestantischen Kirchen zu den sogenannten „intakten“ Kirchen. Die inneren Strukturen, die Leitungsstrukturen blieben im wesentlichen erhalten. Allerdings bedeutet „intakt“ nicht, dass die betont als lutherische Landeskirche auftretende Kirche Hannovers sich den Auseinandersetzungen mit dem NS-Staat entziehen konnte: Das Verhältnis zu den jüdischen Mitbürgern und ihrer Verfolgung, das Verständnis von Recht und Gesetz in der NS-Diktatur, ein Treueid auf den Führer, die Rechtfertigung des Vernichtungskrieges und vieles mehr. In fast allen Fragestellungen stoßen wir auf theologische und ethische Elemente, die immer wieder Bezug auf Luther nehmen. Welche Rolle spielte Luther und seine Theologie und haben die Verantwortlichen Luther richtig gelesen bzw. mit welcher Brille wurde Luther durch sie interpretiert?

     

    Referent:   Prof. Dr. Joachim Perels, Hannover

    Joachim Perels ist (inzwischen emeritierter) Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Hannover. Seine Arbeitsgebiete sind u.a. Demokratische Verfassungstheorie, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, Nachwirkungen des NS-Systems in der Bundesrepublik Deutschland, Politische Implikationen von Theologie. Joachim Perels ist unter anderem Mitbegründer und Redakteur der Zeitschrift Kritische Justiz, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts und Mitglied der internationalen Expertenkommission für den Ausbau der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

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    Donnerstag, 30.01.2014, 19:30 Uhr / Gemeindesaal der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis, Göttingen

    Das Kreuz Jesu Christi.
    Die Abgründe der Welt und der rettende Gott.

    Michael Welker sucht neue Zugänge zu klassischen Fragen der Christologie. Bei der Deutung des Kreuzes Jesu Christi geht er von den detaillierten Darstellungen der Evangelien und den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den zeitgeschichtlichen Kontext aus. Der Missbrauch von Politik, Religion und Recht sowie öffentlicher Moral und Meinung führt zur Kreuzigung Jesu. Staatliche und religiöse Machthaber, Herrscher und Beherrschte wirken darin zusammen. Es wäre zu kurz gegriffen, Gott als Veranstalter oder als Opfer dieses Geschehens zu begreifen. Vielmehr setzt er sich im Kreuz Jesu mit den abgründigen Mächten der Welt leidend, richtend und rettend auseinander. So ist das Kreuz in der Tat das Zentrum des christlichen Glaubens, ohne dass es aber von der (nicht als physische Wiederbelebung misszuverstehenden) Auferstehung zu trennen ist.

    Referent: Prof. Dr. Michael Welker, Heidelberg

    Michael Welker ist Seniorprofessor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg und Geschäftsführender Direktor des Forschungszentrum Internationale und Interdisziplinäre Theologie (FIIT). Er hatte Lehrstühle in Tübingen, Münster und Heidelberg inne, dazu kamen Gastprofessuren z. B. in Princeton, in Harvard und in Cambridge (UK). Von 1996 bis 2006 war er Direktor des Internationalen Wissenschaftsforums der Universität Heidelberg. Weltweit veröffentlicht wurde seine Pneumatologie (Gottes Geist. Theologie des Heiligen Geistes, Neukirchen-Vluyn, 5. Aufl. 2013). Professor Welker pflegt den wissenschaftlichen Kontakt zu Theologen aus der gesamten Ökumene und den interdisziplinären Dialog insbesondere mit Natur- und Rechtswissenschaften.Literaturhinweis zur Veranstaltung: Welker, Michael, Gottes Offenbarung. Christologie, 2. Auflage, Neukirchen-Vluyn 2012

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    Freitag, 31.01.2014, ab 18:30 Uhr / Saal der Waldorfschule, Arbecksweg 1, Göttingen-Weende

    Dialog und Verständigung zwischen den Kulturen?
    Israel, Palästina, Deutschland

    Am Ende einer Projektwoche zum Thema präsentieren Schüler der Waldorfschule ihre Arbeitsergebnisse und laden ein zum Gespräch mit Reuven Moskovitz.

    Moskovitz, Jahrgang 1928, zählt zu den profiliertesten Friedensaktivisten in Israel. Er hält die israelische Politik gegenüber den Palästinensern für verfehlt. Demütigung und Gewaltanwendung seitens der Israelis, so Moskovitz, müssten seiner Meinung nach immer mehr palästinensische Gewalt provozieren. Bis heute bekämpft er diese Politik als menschenrechtswidrig und gefährlich.

    Um seine Idee von einem gerechten und friedlichen Miteinander zu verwirklichen, gründete Moskovitz mit dem jüdischstämmigen Mönch Bruno Hussar das arabisch- jüdische Friedensdorf Newe Schalom.

    Mit Beiträgen von Reuven Moskovitz und anderen sollen Möglichkeiten des Dialoges und der Verständigung vorgestellt werden. Ganz entschieden geht es dabei auch um einen Beitrag, den wir als Deutsche leisten könnten.

    20.00 Uhr Podiumsgespräch mit:

    Reuven Moskovitz, Jerusalem
    Noha Halim, Schülerin
    Shir Hever, Jerusalem u. Göttingen
    Petra Hangaly, Hann. Münden
    Ekkehart Drost, Göttingen

    Moderation: Jochen Ketels, Waldorfschule Göttingen

    Zwischen 18:30 und 19:30 Uhr können Arbeiten der Schüler angeschaut werden, musikalische Beiträge ab 19:30 Uhr.

    Wir bitten um Ihre Anmeldung:

    Telefonisch, per Fax oder per e-mail. Bitte helfen Sie uns, Ihre Adressen auf einem aktuellen Stand zu halten.

    Eintritt frei - es wird um eine Spende gebeten.

 


 

IMPRESSUM: Der Informationsbrief der eeb Südniedersachsen wendet sich an Interessierte an Veranstaltungen der eeb und an ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche. Er enthält aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen, Informationsmaterial, Fortbildungsmöglichkeiten, Fördermöglichkeiten und insbesondere auch Informationen für unsere Kursleiterinnen und Kursleiter. Der Informationsbrief erscheint unregelmäßig mindestens ca. 6 mal im Jahr.

Herausgeber: eeb Südniedersachsen, Auf dem Hagen 23, 37079 Göttingen, Tel: 0551-45023, info@eeb-goe.de